15. Brandenburgische Frauenwochen
vom 01. - 18. März 2005 unter dem Motto
"Altes Eisen und junges Gemüse"
Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen
war am 17. März 2005 die Autorin Irina Liebmann
in der Kreis- und Stadtbibliothek Luckenwalde zu Gast. Sie stellte ihren
Roman "Die freien Frauen" vor.
Irina Liebmann wurde als Tochter des
emigrierten Journalisten Rudolf Hernnstadt geboren. 1945 kehrte die Familie
nach Deutschland zurück und ließ sich in Ost-Berlin nieder. Der Vater baute
als Journalist und Chefredakteur die Presselandschaft der frühen DDR auf und
hatte zuletzt auch hohe Parteiämter inne, wurde von der SED nach grundsätzlich
kritischen Äußerungen gegen deren Politik im Sommer 1953 aus der SED
ausgeschlossen und nach Merseburg verbannt.
Sie besuchte Schulen in Berlin,
Merseburg und Halle/Saale, wo sie 1961 ihr Abitur machte. Anschließend
studierte sie in Leipzig Sinologie. Sie schloss ihr Studium 1966 mit dem
Diplom ab. Von 1967 bis 1975 war sie Redakteurin bei der Zeitschrift "Deutsche
Außenpolitik" ab 1975 schrieb sie, nunmehr als freie Schriftstellerin, zuerst
Reportagen für die Ost-Berliner "Wochenpost", aber auch Hörspiele und Prosa.
Die zunehmende Distanz zu den Zuständen in der DDR führte 1988 dazu, dass sie
mit ihrer Familie nach West-Berlin übersiedelte.
Irina Liebmann, deren Werk vorwiegend aus
literarischer Prosa besteht, schrieb auch zahlreiche dramatische Werke. Sie
erhielt 1980 den Hörspielpreis der DDR, 1987 den Ernst-Willner-Preis beim
Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, 1989 den Aspekte-Literaturpreis,
1990 den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis, 1991 ein Stipendium der
Preußischen Seehandlung, 1995 den Schillerpreis der Deutschen Schillerstiftung
und 1998 den Berliner Literaturpreis. 2001 war sie Gastdozentin am Oberlin
College im US-Bundesstaat Ohio.
Die "Märkische Allgemeine" vom Sonnabend, dem 19. März 2005,
berichtete folgendermaßen über die Veranstaltung:
Dies war eine Veranstaltung der Kreis-
und Stadtbibliothek Luckenwalde.